Die grabenlose Kanalsanierung ist die effizienteste Methode zur Sanierung von Abwasserkanälen ohne Graben!
Grabenlose Kanalsanierung einfach erklärt
Die grabenlose Kanalsanierung ist ein heutiges Standardverfahren, welches zur Sanierung der unterirdischen Infrastruktur von beschädigten Abwasserkanälen eingesetzt wird. Im Gegensatz zum klassischen Tiefbauverfahren, bei welchem beschädigte Kanäle durch Aufgraben repariert werden (offene Bauweise), läuft die grabenlose Kanalsanierung als geschlossene Bauweise ab (No-Dig-Verfahren).
Die grabenlose Kanalsanierung hat ihren Ursprung aus den 1960er bzw. 1970er Jahren. Der Ingenieur Eric Wood entwickelte 1971 das heute angewendete Schlauchlining-Verfahren. Dieses Verfahren wurde kontinuierlich weiterentwickelt bzw. optimiert, z.B. durch den GFK-UV-Liner, und ist heute der moderne, als auch umweltfreundliche Standard.
Heute ist diese grabenlose Sanierungsmethode auch als CIPP-Verfahren (Cured-in-Place-Pipe-Verfahren) bekannt. Hierbei wird ein in Kunstharz imprägnierter Schlauchliner in das beschädigte Rohr bzw. beschädigten Kanal eingezogen und noch vor Ort ausgehärtet. Die innovativste und effizienteste Aushärtungsmethode ist mit UV-Licht und heute bekannt als UV-Schlauchlinerverfahren, UV-Liner-Sanierung bzw. UV-CIPP-lining.
Kosten
Die Kosten einer grabenlosen Kanalsanierung sind, gegenüber einer Kanalsanierung mit Grabungsarbeiten, stets und deutlich geringer. Ein wesentlicher Faktor ist, ob man einen Schlauchliner oder Kurzliner benötigt. Genaue Preise, wie z.B. pro Meter, kann man nicht pauschal bzw. seriös nennen, da es an vielen Kostenfaktoren hängt, wie z.B.:
- Kanalinspektion und Vorbereitungen wie Fräßen oder Hochdruckreinigung.
- Schlauchliner-Herstellungskosten in Bezug z.B. auf Wandstärke oder Statik.
- Art, Länge und Durchmesser des Kanals und somit verbundene Materialkosten.
- Preis von Hersteller, Architekten oder ein ggf. extra Techniker-Support vor Ort.
Final hängen die Kosten, im Wesentlichen, von der Größe, Länge und Beschaffenheit des zu sanierenden Kanals ab und wie kostenintensiv die Vorbereitungs-, Produktions-, Material- und Lohn- bzw. Arbeitskosten sind.
Vorteile
Die wesentlichen Vorteile einer grabenlosen Kanalsanierung ist die Effizienz in Form von Kosteneinsparung, Zeitmanagement und Umweltfreundlichkeit. Städte, Kommunen, Gemeinden sowie Bürger, profitieren insbesondere von folgenden Vorteilen:
- Wirtschaftlichkeit: Bei einer Abwasserkanalsanierung, mittels UV-Lichtaushärtenden GFK-Liner (glasfaserverstärkter Kunststoff-Liner), fallen keine zeit- und kostenintensive Grabungsarbeiten an. Eine solche Kanalsanierung schon an einem Tag komplett durchgeführt werden. Des Weiteren haben moderne GFK-Liner eine erwartbare Nutzungsdauer von mindestens 50 bis 70 Jahren.
- Hohe Flexibilität: Heutige Schlauchliner sind, in Bezug auf Länge, Dichte bzw. Durchmesser, flexibel an alle Abwasserkanäle anpassbar. Da keine Grabungsarbeiten anfallen, ist dies besonders unter dicht bebauten Flächen von großem Vorteil.
- Umweltfreundlichkeit: Gegenüber dem Austausch durch neue Betonrohre sowie Aushebungen bzw. Grabungsarbeiten, ist die grabenlose Kanalsanierung deutlich umweltfreundlicher, nachhaltiger und klimafreundlicher. So wird der Ausstoß von CO2-Emissionen eingespart, weniger Energie verbraucht und die Außenumwelt geschont, wie z.B. Wiesen, Bäumen oder Böden.
Nachteile
Explizite Nachteile gibt es bei der Methode, in Bezug auf (Kosten-)Effizienz oder Zeitvorteilen nicht. Eine grabenlose Kanalsanierung mit Schlauchlinern ist jedoch nicht für alle Rohre (z.B. Trinkwasserrohre) geeignet. Gründe sind u.a. Hygienevorschriften oder Probleme mit dem Durchfluss (Druckabfall), da ein Schlauchliner den Innendurchmesser des Rohres leicht verkleinert. Kurzgesagt sind die häufigsten Grenzen bzw. Nachteile des Schlauchliningverfahrens:
- Nicht geeignet für alle Rohrleitungen, sondern gewöhnlich nur für Abwasserkanäle.
Schlauchlining bzw. Relining bei Trinkwasserrohren unterliegen strengeren Vorschriften. - Das (Träger-)Rohr muss ausreichend intakt sein und darf nicht zu instabil sein.
- Die Grundstatik des Kanals muss stimmen, da mangelnde Gefälle nicht ausgeglichen werden.
Schlauchliner und Schlauchliningverfahren
Ein Schlauchliner, auch Inliner, ist ein robuster und flexibler Gewebeschlauch aus Glasfaser oder Filz und ist mit Kunstharz getränkt. Mittels starkem Drucks wird dieser an die Rohr- bzw. Kanalwand gepresst und ausgehärtet. So entsteht quasi ein neues Rohr im Rohr. In Bezug auf Sicherheit müssen alle Schlauchliner in Deutschland vom DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik) zugelassen sein.
Das Schlauchliningverfahren, auch Inlinerverfahren, kommt bei der grabenlosen Sanierung von Kanälen zwischen DN 50 und DN 2000 zum Einsatz. Mit dem (GFK-)Schlauchliner, wird ein neuer Kanal im Kanal integriert (beim Relining für Abwasser- und Trinkwasserrohre ein Rohr im Rohr). Über Schächte oder Revisionsöffnungen wird der Schlauchliner in das Rohr bzw. den Kanal eingezogen und mittels Druckluft (auch Wasser) aufgeblasen bzw. invertiert. Bei der Kanalsanierung eignet sich das Schlauchliningverfahren für alle gängigen Kanalprofile, nämlich Maul-, Ei-, Kreis- und Kasten- bzw. Rechteckprofile.
Wenn der Schlauch eng am Altrohr fixiert ist, wird dieser mit UV-Licht (seltener mit Heißwasser oder Dampf) ausgehärtet und die Enden final abgetrennt. Das komplette Schlauchliningverfahren kommt somit ohne Grabungs- bzw. Erdarbeiten aus und eignet sich, wenn Abwasserkanäle undicht, beschädigt oder veraltet sind. In der Tiefbaubranche wird die moderne Technik auch als CIPP–Verfahren (Cured-In-Place Pipe) betitelt, also als „vor Ort ausgehärtetes Rohr“.
Lösungen von Firma Vorbatec
Unsere Firma Vorbatec bietet individuelle sowie innovative Lösungen für die grabenlose Kanalsanierung. Unser top Produkt ist dabei der UV-Packer aus Aluminium. Der Vorbatec-Arbeitspacker wird für jede Kanalsanierung speziell angefertigt und passt für jede Sondergröße bzw. jedes DN-Profil. Unsere Kunden profitieren von Vorteilen in Sachen Effizienz, Flexibilität und Sicherheit. So sind unsere UV-Packer praktikabel, leichter als herkömmliche Packer und modular erweiterbar. Ein mühsames Heraustrennen (Flexen) ist dabei nicht nötig und ein handelsübliches Werkzeug genügt.
Mit unseren innovativen Sonderanfertigungen, Reparatur- und Wartungsservice, als auch Servicetechniker-Support vor Ort, machen wir die grabenlose Kanalsanierung, mittels GFK-Schlauchlinern für Abwasserkanäle, flexibler und effizienter.
Fazit
Die grabenlose Kanalsanierung, mittels UV-Schlauchliningverfahren, ist aktuell die modernste und effizienteste Methode zur Sanierung von Abwasserkanälen. Die Kosten dafür hängen explizit von der Rohr- bzw. Kanallänge, dem Profil, dem Lieferweg und der Produktionszeit der GFK-Schlauchliner bzw. Inliner ab.
Das Schlauchliningverfahren mit Schlauchlinern (auch No-Dig bzw. CIPP-Verfahren), wird primär zur grabenlosen Abwasserkanalsanierung einsetzt. Zur Anwendung bei Versorgungsrohren, wie Trinkwasserleitungen gibt es hohe Anforderungen und Sicherheitsbestimmungen. Aber für Lösungen wird kontinuierlich gearbeitet, entwickelt und geforscht.
Dieses Verfahren zur Sanierung von Rohren und Kanälen bedarf der offiziellen Abnahme von zuständigen Behörden und dem fachlichen Knowhow aller Beteiligten. In Bezug auf Vorbereitung, Produktion, Einbau und Langlebigkeit, müssen alle Faktoren korrekt ablaufen. Laufende Innovationen und Optimierungen, wie die UV-Sanierungspacker von Vorbatec, verbessern die grabenlose Kanalsanierung auch in Zukunft und die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.